Cold as Ice: Fußballarena wird zum Eisstadion
11/03/2011
Kältepower mit Lowara-Pumpen schafft Kunsteis für Eishockey-WM
Referenzland: Deutschland
Die Veltins-Arena in Gelsenkirchen wurde am 7. Mai 2010 zum größten Eishockey-Stadion der Welt. Dort fand das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft zwischen Gastgeber Deutschland und den USA statt.
Deutschland gewann als klarer Außenseiter 2:1 gegen die US-Boys. Vor diesem historischen Sieg mussten jedoch umfangreiche Baumaßnahmen „Auf Schalke“ realisiert werden, um die Rasenfläche in ein komplettes Eishockey-Spielfeld zu verwandeln.
Technikteams entfernten den Rasen, installierten mobile Kältemaschinen und umfangreiches Equipment zur Herstellung und Kühlung der 1800 m2 großen Kunsteisfläche. Leistungsstarke und zuverlässige Kühlwasserpumpen von ITT Lowara sorgten für die gleichmäßige Verteilung des Kältemediums und für eine hochwertige Eisqualität bei dieser sportlichen Großveranstaltung.
Statt Fußbällen flog der Puk durch die Veltins-Arena. Für das Eröffnungsspiel in Gelsenkirchen stellte das österreichische Unternehmen AST in Generalunternehmerschaft ein komplettes Eishockey-Spielfeld einschließlich Bande, Zuschauerschutz, Spieler- und Strafkabinen sowie Tore in der Arena auf. Für die notwendige Kühlung der 60 x 30 Meter großen Kunsteisfläche wählten die AST-Techniker Kältemaschinen von CoolEnergy, Deutschland, Spezialist für mobile Kälte in Industrie, Handel und im Veranstaltungsbereich.
Acht luftgekühlte Kälteanlagen, Pumpen und Ausgleichsbehälter wurden im Außenbereich der Arena installiert. Dabei galt es, die großen Entfernungen bis ins Stadioninnere zu überbrücken, um dort die Kühlflüssigkeit mit einer Temperatur von bis zu minus 14°C und einem Druck von drei bar zur Verfügung zu stellen.
Zudem musste eine hohe Leistungsreserve einkalkuliert werden, denn über 77.000 Zuschauer unter dem Kuppeldach erzeugen eine erhebliche Wärme. Insgesamt verlegten die Kühl- und Klimaprofis 500 Meter Vier-Zoll Wasserschläuche, mit Verteilern, Flanschen und Schiebern, genauso viele Hochleistungskabel und installierten acht Kühlwasserpumpen von ITT Lowara, Großostheim. Nur vier Tage Vorbereitungszeit blieben für die Eisproduktion.
Florian Schweizer, Technischer Leiter bei CoolEnergy erklärt dazu: „Interessant war hauptsächlich das Einsatzfeld Kunsteisbahn im Stadion und der Gedanke an den Zuschauer-Weltrekord, neben der technischen Seite.
Durch Parallelschaltung mehrerer Kältemaschinen und Pumpen können wir fast beliebig viel Kälte zur Verfügung stellen. Meist limitiert der zur Verfügung stehende Strom vor Ort die Möglichkeiten. Besondere Bedeutung kommt vielmehr den Pumpen zu. Hier setzen wir Lowara-Pumpen vom Typ FHS 50-160/75 ein. Die elektrische Pumpenleistung beträgt 7,5 kW. Wir haben diesen Pumpentyp gewählt, weil er sich in langjähriger Praxis als robust und zuverlässig herausgestellt hat. Die Pumpen bieten ein breites Anwendungsfeld für unsere größeren Kältemaschinen. Auch für kritische Anwendungen wie bei Eisbahnen mit offenen Systemen und erhöhtem Druckverlust sind sie sehr gut einsetzbar. Neben den technischen Vorteilen überzeugen die Pumpen durch weitere positive Faktoren: Gutes Preis/Leistungsverhältnis, schnelle Verfügbarkeit von Pumpen und Ersatzteilen, sowie die persönliche Beratung und der Service des Herstellers.“
Erzeugung der Eisfläche durch Absorbertechnik
Basis der mobilen Eishockey-Spielfläche sind sogenannte Absorberbahnen (AST Eismatten). Sie bestehen aus Absorberröhrchen, die nebeneinander ausgerollt die gewünschte Fläche ergeben – die spätere Eisfläche. Die Kältemaschinen kühlen die zugeführte „Sole“, eine Glykol-Wassermischung, auf -7 bis -14 Grad Celsius ab und pumpen sie mit einem Druck von 3 bar durch die Eismatten.
Die Temperatur auf der Fläche sinkt unter den Gefrierpunkt.
Durch Besprühen mit Wasser nach einem bestimmten System und bei wechselnden Soletemperaturen baut der Eismeister eine widerstandsfähige und tragfähige Eisschicht auf. Dabei sind plane Oberflächen, Schichtdicke und Temperatur für die Bespielbarkeit der Eisfläche bei einer Eishockey-Weltmeisterschaft besonders wichtig.
Neben der Berechnung der notwendigen Kälteleistungen und der Hydraulik liegt hier das Know-how der Eisbahnbauer von AST.
Kaltwassersätze liefern frostige Kälte
Für die ständige Kühlung der Eisfläche setzten die erfahrenen Kältemeister acht besonders leistungsstarke Kaltwassersätze ein. Die Kältemaschinen sind zur problemlosen Verladung mit Stapler oder Kran auf Transportrahmen montiert und lassen sich einfach und schnell installieren.
Jedes Aggregat verfügt über einen Schaltschrank, der die Wassertemperatur und die Verdichter mikroprozessgesteuert regelt, je nach Außentemperatur und Belastung.
Da Schläuche und Schnellkupplungen kälter als 0°C sind, gefriert die Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft an den Schläuchen, man spricht von Bereifung. Im Laufe der Tage baut sich daher ein regelrechter Eispanzer von mehreren Zentimetern Stärke auf, der als Dämmung wirkt. Hier werden höchste Ansprüche an die verwendeten Materialien von Schläuchen, Pumpen, Dichtungen usw. gestellt.
Derart gut gerüstet wurde die Veranstaltung nicht nur ein sportlicher Erfolg. Mit 77.803 Zuschauern beim Eröffnungsspiel wurde gleichzeitig ein neuer Besucher-Weltrekord beim Eishockey aufgestellt, der Eingang ins Guinness-Buch der Rekorde fand.
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Über Xylem
Xylem (XYL) ist ein führender globaler Wassertechnikanbieter, der Kunden bei Transport, Behandlung, Untersuchung und effizienter Nutzung von Wasser im Bereich von Versorgungseinrichtungen, kommunaler und gewerblicher Gebäudetechnik, Industrie und Landwirtschaft unterstützt. Das Unternehmen ist in mehr als 150 Ländern über eine Reihe marktführender Produktmarken tätig und seine Mitarbeiter bringen breite Anwendungskompetenz ein, mit starker Orientierung auf die Erarbeitung lokaler Lösungen für die anspruchsvollsten Wasser- und Abwasserprobleme. Xylem wurde 2011 nach Ausgliederung der wasserorientierten Geschäftsbereiche von ITT Corporation eingeführt und hat seinen Hauptsitz in White Plains im US-Bundesstaat New York. Der Jahresumsatz beträgt 3,2 Milliarden USD; Xylem hat weltweit 12.000 Mitarbeiter.
Der Name Xylem stammt aus dem Altgriechischen und steht für das Gewebe, das Wasser in Pflanzen transportiert; dadurch wird die technische Effizienz unseres wasserorientierten Unternehmens hervorgehoben, indem es mit der bestmöglichen Art des Wassertransports verbunden wird, nämlich mit der, die in der Natur vorkommt. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.xyleminc.com.

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